Stadt Burgwedel warnt vor Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner.
Foto: Stadt Burgwedel

In der Stadt Burgwedel wird vermehrt ein Befall von Bäumen mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners festgestellt. Die Stadt warnt deshalb vor dem Kontakt mit Raupen und Nestern. Die feinen Brennhaare der Raupen enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können bei Hautkontakt oder beim Einatmen allergische Reaktionen, Juckreiz und weitere Beschwerden auslösen.

Der Eichenprozessionsspinner ist vor allem in Eichenbeständen in Wäldern, Parks, Grünanlagen, auf Friedhöfen, Sportplätzen und in der Nähe von Straßen zu finden. Die Raupen sind an ihrer auffälligen Behaarung zu erkennen. Sie sind etwa zwei bis drei Zentimeter lang und zunächst orangebraun mit dunklen Haaren. Später verfärben sie sich gräulich-schwarz mit hellgrauen Haaren. Besonders deutlich sind sie zu erkennen, wenn sie in Gruppen den Baumstamm entlangwandern oder in Gespinsten, den sogenannten Nestern, sitzen.

Häufig wird der Eichenprozessionsspinner mit der Gespinstmotte verwechselt. Diese ist jedoch harmlos. Die Gespinstmotte besiedelt vor allem Hecken und Sträucher und hüllt diese zu großen Teilen mit einem silbrig-weißen Gespinst ein. Ihre Raupen sind grünlich-gelb und haben markante schwarze Punkte.

Zum Schutz vor den Raupen sollten befallene Bereiche gemieden werden. In der Nähe befallener Bäume ist es ratsam, Körperflächen wie Nacken, Hals, Arme und Beine zu bedecken. Zudem sollte man sich dort nicht ins Gras oder auf den Boden setzen. Raupen und Gespinste dürfen nicht berührt werden. Auch Nester sollten auf keinen Fall eigenständig entfernt werden, auch nicht im privaten Garten.

Kommt es dennoch zu einem Kontakt mit den Brennhaaren, sollte die Kleidung schnellstmöglich gewechselt, geduscht und die Kleidung anschließend bei 60 Grad gewaschen werden. Treten stärkere gesundheitliche Beschwerden auf, sollte ein Arzt aufgesucht und auf den möglichen Kontakt mit den Raupen hingewiesen werden.

Die Stadt Burgwedel hat nach eigenen Angaben bereits Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen. Bei geringem Befall an wenig frequentierten Orten werden Hinweisschilder aufgestellt und bei Bedarf Bereiche abgesperrt. In stark frequentierten Bereichen wie auf Spielplätzen, Friedhöfen oder Sportplätzen wird eine Fachfirma beauftragt, die Nester fachgerecht zu entfernen.

Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die Stadtverwaltung per Mail an ordnung@burgwedel.de erreichbar. Dort können auch Nester gemeldet werden, möglichst mit genauen Angaben zum Fundort.

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