Unfallzahlen im Bereich Burgwedel und Isernhagen bleiben weitgehend stabil

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Großburgwedel bewegt sich weiterhin auf einem recht stabilen Niveau. Für die Stadt Burgwedel und die Gemeinde Isernhagen wurden im Jahr 2025 insgesamt 1108 Verkehrsunfälle erfasst. Im Vorjahr waren es 1005. Damit ergibt sich ein Anstieg um 10,2 Prozent. Die Polizei weist allerdings darauf hin, dass die Zahlen nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar sind. Hintergrund ist die Umstellung auf die sogenannte „VEV App“, mit der Verkehrsunfälle ohne Verletzte oder andere Straftaten aufgenommen werden. Dadurch wurden 2025 deutlich mehr Unfälle ins System eingepflegt und einzelnen Orten zugewiesen. Valide Vergleichszahlen erwartet die Polizei erst für 2026. 

Im Jahr 2025 kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Großburgwedel zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Dieser ereignete sich in Isernhagen. Im Dezember lief ein an einer Leine geführter Hund plötzlich über die Straße, auf der ein 94-jähriger Mann mit seinem Pedelec unterwegs war. Das Pedelec verfing sich in der Hundeleine, der Mann stürzte und starb drei Tage später im Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei liegt die Zahl der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang damit auf einem vergleichbaren Niveau der vergangenen Jahre. 

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit leicht verletzten Personen lag 2025 bei 132 und damit ebenfalls auf einem vergleichbaren Niveau. In Burgwedel wurden 79 solcher Unfälle registriert, in Isernhagen 53. Im Vorjahr waren es insgesamt 110 Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten. Die Polizei erläutert dabei, dass eine Person bereits als leicht verletzt gilt, wenn sie nach einem Unfall Schmerzen verspürt und dies zu Protokoll gibt. Ein ärztliches Attest ist dafür nicht erforderlich. 

Auch bei den schwer verletzten Personen sieht die Polizei keine außergewöhnliche Entwicklung. Insgesamt wurden 2025 im Bereich Burgwedel und Isernhagen 17 Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten gezählt. Neun davon entfielen auf Burgwedel, acht auf Isernhagen. Als schwer verletzt gilt eine Person, wenn sie infolge eines Verkehrsunfalls mehr als 24 Stunden stationär in einer Klinik aufgenommen wird. 

Bei Kindern und Jugendlichen wurden in Burgwedel 2025 insgesamt zwei Unfälle als Schulwegunfälle gewertet. In einem Fall wurde ein 14-jähriger Radfahrer an der Burgdorfer Straße/Hannoversche Straße von einem abbiegenden Auto einer 80-Jährigen erfasst. In einem weiteren Fall stürzte ein neunjähriger Radfahrer alleinbeteiligt in der Von-Alten-Straße in Großburgwedel. Als Schulwegunfälle werden Unfälle bewertet, bei denen ein Kind im Alter von sechs bis 14 Jahren auf dem Weg zur Schule oder von der Schule verunglückt und verletzt wird. 

Die Polizei zieht insgesamt das Fazit, dass sich sowohl die Zahl der Verkehrsunfälle mit getöteten Personen als auch die Zahl der Unfälle mit schwerem Personenschaden auf einem durchschnittlich hohen Niveau befinden. Zugleich macht sie deutlich, dass die Kontroll- und Aufklärungsmaßnahmen in der Vergangenheit intensiviert wurden und auch künftig fortgesetzt werden sollen. 

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