
Vom 13. bis 22. März 2026 findet auf Initiative des Landwirtschaftsministeriums die Bundesweite Aktionswoche „Torffrei Gärtnern“ statt. Auch in der Region Hannover wird im Moor noch vereinzelt Torf abgebaut. Die Region Hannover, der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) und die Klimaschutzagentur Region Hannover machen jetzt gemeinsam auf die Situation aufmerksam – und erklären, wie man mit torffreier Erde aus Hannover das Klima schützt.
Durch die Trockenlegung von Mooren wird der im Torf gespeicherte Kohlenstoff im Laufe der Zeit in Form von CO2 freigesetzt. Besonders viele Emissionen werden in kurzer Zeit frei, wenn man den Torf abbaut und nutzt. Für den Klimaschutz muss der Torfabbau gestoppt werden und Torf in nassen Böden bleiben.
Im Gegensatz zu vielen Blumenerden kommt der Humus von aha ohne Torfanteil aus. Julia Fürst, Geschäftsführerin von aha, betont: „Wir veredeln den Bioabfall aus der Region zu hochwertigem Humus und stellen sicher, dass Rohstoffe im lokalen Kreislauf bleiben, statt Moore für billige Erden zu zerstören. Damit ist unser Kompost ist eine Antwort auf die ökologischen Fragen unserer Zeit.“ Während die Region Hannover auf großen Flächen die Rahmenbedingungen für gesunde Moore vor Ort schaffe, könne mit der Nutzung von „Hannoverscher Gartenerde“ von aha jede*r Einzelne dafür sorgen, dass auch überregional weniger Torf abgebaut wird.
Pünktlich zur Gartensaison starten die Komposttage von aha, bei denen Einwohner*innen der Region hochwertigen, gütegesicherten Qualitätskompost kostenlos mitnehmen können. Die insgesamt 18 Termine in den Städten und Gemeinden finden von 16. März bis 16. April statt. Kleinmengen bis zu einem Kubikmeter können zudem ganzjährig auf den drei großen Deponien in Hannover-Lahe, Burgdorf und Wunstorf-Kolenfeld abgeholt werden.
Auch wer keine Gelegenheit hat, zur lokalen Blumenerde zu greifen, kann auch beim Einkauf im Baumarkt oder der Gärtnerei etwas für den Klimaschutz tun: Torffreie Erden bereichern inzwischen die meisten Sortimente. Beim Kauf von torffreien Substraten sollte man auf die genaue Kennzeichnung achten: Nur Produkte, die mit dem Aufdruck „torffrei“ oder „ohne Torf“ gekennzeichnet sind, werden ihrem Namen auch gerecht. Torfreduzierte oder torfarme Erden können noch bis zu 70 Prozent Torf enthalten. Eine Produktübersicht und viele weitere Tipps und Informationen gibt es unter www.torffrei.info.
Wie steht um den Torfabbau in der Region Hannover? In der Region Hannover bauen derzeit noch zwei Unternehmen im Toten Moor östlich des Steinhuder Meeres Torf ab. Der Torfabbau erfolgt dort seit mehr als 100 Jahren und erstreckt sich bis zum Auslaufen der letzten Genehmigungen zum Ende des Jahres 2038 über eine Fläche von 1.371 Hektar.
