
Drei Schülervertreter der Humboldtschule aus Hannover-Linden haben vor dem Kinderkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover einen Scheck über 500 Euro an Ira Thorsting, Vorsitzende des Vereins „Kleine Herzen Hannover“, übergeben. Das Geld stammt aus einer Tombola, die von der Schülervertretung organisiert wurde.
Jedes Jahr veranstaltet die Schülervertretung der Schule eine Verlosung, bei der Lose verkauft werden. Bei rund 1.000 Schülern kamen diesmal 500 Euro zusammen. „Wir spenden das Geld immer für einen sozialen Zweck“, erläuterten die Schülervertreter Lasse Klöver, Alexandra Precht und Mara Calderaro. „Im letzten Jahr ging es an den Obdachlosenbus und dieses Jahr wollten wir etwas für Kinder tun. Bei der Recherche sind wir auf die ‚Kleinen Herzen‘ gestoßen.“
Ira Thorsting nutzte die Gelegenheit, die Schüler zu einem Rundgang durch Bereiche der Kinderklinik einzuladen, die durch Spenden des Vereins gestaltet oder umgebaut wurden. „So können wir in etwa zwei Stunden die Bereiche zeigen, die wir mit enormen Spendenmitteln aus- oder umbauen konnten“, erklärte Thorsting.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Schüler von der farbenfrohen Gestaltung vieler Bereiche der Klinik. „So etwas habe ich noch in keinem Krankenhaus gesehen, da ist meist alles grau in grau“, sagte Lasse Klöver. Mara Calderaro ergänzte: „Farben sind so wichtig für die Seele. Ich kann mir vorstellen, dass für die Familien, für das Geschwisterkind oder für die Patienten die Zeit hier eine sehr graue Zeit sein kann und dass die ganzen Farben alles etwas aufhellen, so dass es einem definitiv besser geht.“
Auf die Frage der Schüler, warum solche Projekte von einem Verein finanziert werden müssen und nicht von der Klinik selbst, erklärte Ira Thorsting: „Die Kinderklinik der MHH Hannover hat Weltgeltung, Spitzenmediziner, hoch motivierte Mitarbeiter sowie modernste Diagnose-, Operations- und Behandlungsverfahren. Aber für eine bessere Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen fehlt oft das nötige Geld.“
Auch der Abschiedsraum sowie weitere Räume, die der Verein für Eltern und Angehörige eingerichtet hat, hinterließen bei den Schülern Eindruck. „Ich finde es toll, an wie viele Details hier vom Verein gedacht wurde“, sagte Alexandra Precht.
Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war die Vorstellung der Telemedizin. „Doc Henning“, alias Dr. Henning Rathert, erläuterte den Schülern das Projekt, das mittlerweile 53 Kliniken über eine sichere Audio-Video-Verbindung miteinander vernetzt und einen direkten interklinischen Austausch ermöglicht.
Beim gemeinsamen Kaffee bedankten sich die drei Schüler bei Ira Thorsting für die ausführliche Führung. „Es war ein einmaliger Einblick, den man so schnell nicht wieder bekommt. Die ganze Bandbreite an Projekten, an denen Sie mit beteiligt sind und was Sie alles geschaffen haben, hat uns heute fasziniert.“
